Wer war eigentlich...? - Prof. Dr. sc. nat. Dr. h.c. mult. Brückner

Du bist neu an der Hochschule, weißt aber gar nicht von wem die älteren Jahrgänge immer reden?
Du bist schon eine Weile an der Hochschule und möchtest wissen wie es den ehemaligen Mitarbeitern so ganz ohne HfTL ergeht?
Dem wollen wir Abhilfe schaffen. Wir stellen den ehemaligen Mitarbeitern 10 Fragen, welche sie frei beantworten können.
Bekomm einen Eindruck wer die Mitarbeiter waren und womöglich fällt es dir dann leichter zu erfahren wie die HfTL zu dem wurde was sie heute ist – oder auch einmal war!

10 Fragen an … Herr Prof. Dr. sc. nat. Dr. h.c. mult. Volkmar Brückner!

Wer sind Sie überhaupt?

Mein Name ist Volkmar Brückner, Baujahr 1949, verheiratet, 4 Kinder und mittlerweile 7 Enkel. Ich habe in Moskau Physik studiert, dort auch den Dr. rer. nat. „gemacht“. Danach war ich an der Uni Jena, bin dort zum Dr. sc. nat. promoviert und habe den Weg vom Assistenten mit zeitlicher Befristung bis zum Professor für angewandte Physik (mit 37 Jahren) durchlaufen – zusammen mit meinen später erworbenen Ehrendoktor- und Ehrenprofessor-Titeln hat sich vor meinem Namen einiges an Titeln angesammelt.

Wo kommen Sie her?

Ich bin Zeitzer – komme also aus dem „3-Länder-Eck“ Sachsen-Anhalt/Sachsen/Thüringen. Nach 8 1/2 Jahren in Russland war ich 17 Jahre lang in Jena. Nach einiger Zeit als Gastprofessor in Mexiko wurde ich per 1.6.1995 an die Fachhochschule der Deutschen Telekom nach Leipzig berufen – das waren dann die nächsten 15 Jahre in meinem Arbeitsleben.

Wann waren Sie dabei?

Vom 1.6.1995 bis zum 1.5.2010 – danach begann die sogenannte passive Phase meiner Altersteilzeit. Im Sommer 2010 zogen wir dann mit meiner Familie nach Werl im schönen NRW, in die Nähe unserer mittlerweile erwachsenen Kinder.

Was haben Sie hier gemacht?

Neben Vorlesungen in „Optischer Nachrichtentechnik“ habe ich die exzellenten Möglichkeiten der Deutschen Telekom genutzt und das Labor „Optische Nachrichtentechnik“ aufgebaut (welches bis heute von Herrn Schuster exzellent betreut und gemanagt wird). Von 1998 bis 2007 war ich für 3 Wahlperioden Rektor und habe mit meinen Prorektoren (Herr Necke, Herr Prof. Schlayer) und den Kanzlern (Frau Dackermann, Herr Dr. Quadt) versucht, die hochSCHULE in eine HOCHschule mit starker Ausrichtung auf internationale Zusammenarbeit umzugestalten – bis hin zum jetzigen Namen „Hochschule für Telekommunikation Leipzig“. Unter anderem war die HfTL mit bei den ersten Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland, die 2005 konsequent auf Bachelor- und Masterstudium umgestellt hat. Als Rektor war ich übrigens 9 Jahre lang der einzige gewählte Mitarbeiter der Deutschen Telekom.

Warum waren Sie hier?

Anfangs, weil ich einen Ruf bekommen und angenommen habe, später, weil mir Leipzig gefällt (im krassen Gegensatz zu dem grauen Leipzig aus DDR-Zeiten); und immer, weil ich sehr gern mit jungen, neugierigen Menschen arbeite – und davon gab (und gibt) es an der HfTL genug.

Was treiben Sie jetzt?

Da „gepflegte Gartenarbeit“ nicht so ganz mein Ding ist, habe ich mir einige meinen Erfahrungen angemessene Tätigkeiten besorgt. So war ich zeitweilig Gastdozent in meinem Fachgebiet (Optische und globale Netze) in St. Petersburg/Russland, Kiew/Ukraine (jeweils in Russisch) und Zilina/Slowakei (in Englisch). Zurzeit bin ich mit ähnlichen Themen in Győr/Ungarn. Das macht sogar Spaß, denn ich kann mich auf entsprechende Lehrveranstaltungen viel gründlicher vorbereiten als vorher. Darüber hinaus habe ich mich bereit erklärt, mein Wissen ausländischen Firmen und Institutionen zukommen zu lassen – im Rahmen des „Senior Expert Services“ der Bundesrepublik.

Was würden Sie gern den Studenten und Ihren nun ehemaligen Kollegen mit auf den Weg geben?

Für Studenten (genau genommen im ICT-Bereich): Sie studieren an einer sehr guten Einrichtung, an der Praktika und Projekte eine große Rolle spielen. Und sie werden vorbereitet für einen absoluten Zukunftsmarkt – für Telekommunikation. So kleine Gruppen finden Sie sonst nirgends – nutzen Sie das, „quetschen“ Sie ihre Professoren aus! Seien Sie neugierig! Engagieren Sie sich im Studium und im Hochschulleben! Und schnuppern Sie ausländische Luft – an der HfTL ist das mit dem Studienablauf (hoffentlich noch) vereinbar. Alles ist möglich – Sie müssen es nur wollen und tun!
Für meine ehemaligen Kollegen: Nutzen Sie die Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt zur Qualifizierung. Kämpfen Sie mit und für diese Hochschule, es lohnt sich!

Was würden Sie der Deutschen Telekom mit auf den Weg geben?

Welche Firma kann schon sagen, dass sie die Möglichkeit hat, ein Studium in ihrem Sinne zu beeinflussen und „maßgeschneiderte“ Mitarbeiter zu bekommen. Da gibt es ganz sicher noch Potential für Verbesserungen der Unterstützung und der Kooperation mit dieser, vom Leipziger OBM öfters als „Kleinod“ bezeichneten Hochschule.

Sind Sie gern gegangen?

Klares Nein, aber es gab Gründe persönlicher Art. Und später war ich froh, nicht zwischen diesen Mühlsteinen zu sein – mein letzter persönlicher Eindruck vor Ort stammt allerdings aus dem Jahr 2013.

Beenden Sie bitte folgenden Satz: „HfTL – Hier beginnt …“

Etwas verändert: „HfTL – das ist ein starker, tragfähiger Baustein für Ihre Zukunft in der Telekommunikation“

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