Wer ist eigentlich...? - Herr Dipl.-Ing. Wilke

Foto: Collage Wilke 007 // Portrait Thomas Wilke // von HfTL Public Relations/sonstige // Fragen von Carl-Theodor Geilhufe und Mario Hoffmann // Erklärung: Herr Wilke stellt sich den Erstis als 'Wilke 007' vor, da er im Raum L 0.07 sitzt.

Foto: Collage Wilke 007 // Portrait Thomas Wilke // von HfTL Public Relations/sonstige // Fragen von Carl-Theodor Geilhufe und Mario Hoffmann // Erklärung: Herr Wilke stellt sich den Erstis als ‚Wilke 007‘ vor, da er im Raum L 0.07 sitzt.

Du bist neu an der Hochschule, liest eine Modulbeschreibung und hast keine Ahnung wer dein Dozent ist?
Du bist schon eine Weile an der Hochschule und hast auch keine Ahnung wer im nächsten Semester dein Dozent ist?
Dem wollen wir Abhilfe schaffen. Wir stellen den Dozenten 10 Fragen, welche Sie frei beantworten können.
Bekomm einen Eindruck wer die Dozenten sind und womöglich fällt es dir dann leichter zu fragen oder etwas zu sagen!

10 Fragen an … Herrn Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Ing. Thomas Wilke!

Wer sind Sie überhaupt?

Meine Name ist bekannt: Thomas Wilke. Meine Selbstbeschreibung? Irgendwann gab es mal eine Internetseite, auf der Studenten Lehrkräfte beurteilen konnten. Dort finden Sie zwei Charakteristiken die mir gut gefallen und mich ziemlich gut beschreiben. Zum Einen: „typisch knurriger Elektriker“ und zum Zweiten: „versucht mit der Geduld eines 1000-jährigen Gebirges den Studenten etwas über Strom und Spannung beizubringen“. Neben dem beruflichen Hintergrund gibt es auch einen privaten: Familienmensch, der gern reist und relativ sportlich ist. Seit nunmehr knapp 20 Jahren bin ich aktiver Marathonläufer.

Wo kommen Sie her?

Ich bin waschechter Leipziger: In Leipzig geboren, nie weggezogen und möchte das auch nicht.

Seit wann sind Sie dabei?

Seit dem 1.9.’81.
Angefangen habe ich als Werkstattmeister der damaligen Ingenieursschule. Damals mussten noch alle Studenten etwas bauen. Somit gehörten Leiterplattenentwicklung und mechanische Arbeiten zum festen Unterrichtsbestandteil.

Was haben Sie mal studiert?

Neben meiner Arbeit an dieser Ingenieursschule absolvierte ich mein Fernstudium als Ingenieur für Fernmeldetechnik hier im Haus. Nach der Wende habe ich mich darauf basierend graduieren lassen, was nicht notwendig gewesen wäre, da ich 1989 angefangen habe, ein universitäres Diplom in Elektrotechnik zu machen – wieder im Fernstudium, aber an der Uni Magdeburg. Für beide Fernstudien habe ich jeweils 5 Jahre gebraucht.
Angefangen hat aber alles als Facharbeiter für Nachrichtentechnik.

Was lehren Sie hier?

Eigentlich sind meine Gebiete die Grundlagen der Elektrotechnik und analoge Schaltungstechnik. Da allerdings analoge Schaltungstechnik nur bei direkten bzw. berufsbegleitenden IKT-Bachelorstudenten angeboten wird und uns allen die Anzahl jener Studenten bekannt ist, wird dieses Modul höchstwahrscheinlich mit meinem baldigen Ausscheiden sterben.
Ansonsten zählt zu meinem Hauptgebiet die Grundlagen der Elektrotechnik. Diese sind essenzieller Bestandteil und muss es auch weiterhin geben, da sich an diesen Grundlagen nichts ändern wird und man diese Zusammenhänge für die folgenden Semester verstanden haben muss, wenn man Ingenieur der Informations- und Kommunikationstechnik werden möchte.

Woran forschen Sie gerade?

Ich habe zwar ein forsches Auftreten, aber forschen darf ich nicht.
Anders ausgedrückt: Als Vertreter der Grundlagen forsche ich nicht und als Laboringenieur steht mir das auch gar nicht zu.

Was erwarten Sie von den Studenten?

Ich erwarte zumindest ein Mindestmaß an Fleiß und ein Mindestmaß an Umgangsformen. Denn mit der studentischen Einstellung unvorbereitet zu sein und gleichzeitig eine große Klappe zu haben… damit kann ich nur ganz schlecht umgehen.

Würden Sie sich als „Exmatrikulator“ bezeichnen?

Alle Studenten, welche ich exmatrikuliert habe, haben ihren Abschluss bekommen. Ein Student wird kaum behaupten können, dass ich an seinem persönlichen Unglück schuld bin.
Die Elektrotechnik ist natürlich ein Scharfrichter, aber die Ursache dafür zieht sich auch durch Mathe und Physik: Somit ist die E-Technik nicht der alleinige Verursacher, sondern geht Hand in Hand mit ähnlichen Fächern.
Die Studenten der letzten Jahre könnten allerdings Glück gehabt haben, da ich zugegebenermaßen eine gewisse Altersmilde feststelle. Früher war ich zwar etwas strenger, aber ich bilde mir ein, dass ich immer halbwegs gerecht gehandelt habe.
Dies mag in Einzelfällen anders wahrgenommen worden sein, da Studenten bei mir mit einem immer stark ausgeprägten Sarkasmus rechnen müssen.

Wieso haben Sie sich entschlossen Prof./Dr./Dozent zu werden?

Zu Beginn meiner „Karriere“ hat sich das so gar nicht dargestellt. Nach meiner Armeezeit war ich einfach nur auf Arbeitssuche. Als ich mitbekam, dass es hier diese Werkstattstelle gibt, habe ich natürlich nicht nein gesagt.
Dann wurde hier plötzlich ein Laboringenieur für Informatik gesucht. Da ich bereits in diesem Bereich mitarbeitete, habe ich dann diese Stelle übernommen. Später durfte ich in diesem Bereich als Lehrkraft tätig werden, da ich meine Lehrerfahrung dadurch sammeln konnte, dass ich bereits an der Volkshochschule Softwarekurse leitete wie Turbo-Pascal, Borland-Pascal, und Borland C.
Lehren würde ich es heute nicht mehr, aber für meine Arbeiten kann ich mir noch immer kleine Hilfsprogramme schreiben.

Beenden Sie bitte folgenden Satz: „HfTL – Hier beginnt …“

… in Zukunft meine Vergangenheit.
Weil ich seit 1981 hier bin, hänge ich komischerweise ein bisschen an diesem Haus und wünsche mir, dass es möglichst sinnvoll weitergeht. Für mich ist eine sinnvolle Zukunft nur als eigenständige Einrichtung möglich und schließt somit den Verkauf an eine örtlich nahegelegene Hochschule aus, da sie dort sang- und klanglos unterginge.
Meiner Meinung nach muss die HfTL wieder ein echter Bestandteil der DTAG werden, da sich nur dadurch wirkliche Chancen ergeben und das volle Potential genutzt werden kann. Immerhin verfügen wir leider über ein Image, das in den letzten Jahren sehr gelitten hat.
Im Großen und Ganzen ist mir sehr daran gelegen, dass die Hochschule eine Zukunft hat.

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