Wer war eigentlich...? - Frau Prof. Rennert

Frau Prof. Rennert

Du bist neu an der Hochschule, weißt aber gar nicht von wem die älteren Jahrgänge immer reden?
Du bist schon eine Weile an der Hochschule und möchtest wissen wie es den ehemaligen Mitarbeitern so ganz ohne HfTL ergeht?
Dem wollen wir Abhilfe schaffen. Wir stellen den ehemaligen Mitarbeitern 10 Fragen, welche Sie frei beantworten können.
Bekomm einen Eindruck wer die Mitarbeiter waren und womöglich fällt es dir dann leichter zu erfahren wie die HfTL zu dem wurde was sie heute ist – oder auch einmal war!

10 Fragen an … Frau Prof. Rennert!

Wer sind Sie überhaupt?

Die Frage bringt mich schon zum Nachdenken. Was ich gemacht habe, ist kurz beantwortet: Ich war Professorin an der HfTL. Aber wer ich bin? Kann man diese Frage überhaupt selber beantworten? Zwei Kollegen schrieben mir zu meinem 60.Geburtstag u.a. ich soll mir meine offene, ehrliche und direkte Art bewahren sowie freundlich, lustig, kritisch, kämpferisch, hilfsbereit und überzeugend bleiben. Ja, das bin ich.

Wo kommen Sie her?

Gebürtige Berlinerin bin ich. Bei der Studiotechnik Fernsehen in Berlin habe ich einen ordentlichen Beruf gelernt und schloss 1976 meine Lehre als Facharbeiter für Nachrichtentechnik mit Abitur ab. Auf die Lehrausbildung folgte unmittelbar ein Studium der Automatisierungstechnik an der Technischen Hochschule Leipzig, heute HTWK Leipzig. Das Angebot nach dem Studium, eine Promotion zu beginnen, ohne zu diesem Zeitpunkt die positiven Konsequenzen zu erahnen, nahm ich gern an. An der Technischen Hochschule arbeitete ich bis 1988 als wissenschaftlicher Assistent und außerordentlicher Aspirant.

Wann waren Sie dabei?

1988 begann ich als Fachschullehrer an der Ingenieurschule der Deutschen Post. Den Übergang von der Ingenieurschule zur Fachhochschule erlebte ich intensiv und bin dann an der Hochschule als Hochschullehrer bis 2015 tätig gewesen.

Was haben Sie hier gemacht?

Berufen wurde ich als Professorin für Mathematik und Regelungstechnik. Diese Lehrgebiete sowie die Lehrgebiete Signale und Systeme, Systemtheorie und Lokale Netze und Internetworks habe ich im Laufe der 27 Jahren gelehrt.

Warum waren Sie hier?

Den Beruf Hochschullehrer schreibt man im jugendlichen Alter sicher sehr selten auf die Wunschliste bei der Berufswahl. An der Technischen Hochschule hat mir neben der Arbeit an der Promotion die Betreuung von Studierenden im Seminar, im Labor und bei Studien- und Abschlussarbeiten sehr viel Spaß gemacht, so dass ich an der Ingenieurschule im Lehrgebiet Mathematik meine lehrende Tätigkeit begann. Ich bin heute sehr froh, diesen Weg gegangen zu sein. Die ausgesprochen eigenverantwortliche Arbeit mit jungen Menschen, den künftigen Fachkollegen, und natürlich mit den gestandenen Fachkollegen war sehr interessant, wird nicht langweilig und ist sehr bereichernd, nicht nur fachlich gesehen. Auch bei gefährlichen Stürmen um die Hochschule war meine Motivationsquelle die Arbeit mit den Studierenden.

Was treiben Sie jetzt?

Seit einem Jahr bin ich in der passiven Phase der Altersteilzeit und habe das Hochschulleben noch nicht vollständig beendet. In Berufungsverfahren an der Hochschule Merseburg und der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven schnuppere ich als externes und dazu noch weibliches, die sind immer noch recht rar, Mitglied noch etwas Hochschulluft. Ansonsten mache ich das, wofür vorher nicht viel Zeit blieb. Die Familie und das Grundstück sind groß. Für Ehemann, Eltern, Kinder, Enkel ist jetzt mehr Zeit. Und zu mehr Sport komme ich auch.

Was würden Sie gern den Studenten und Ihren nun ehemaligen Kollegen mit auf den Weg geben?

Setzen Sie sich für eine Hochschule ein, die nach den Grundsätzen der akademischen Selbstorganisation und der Wissenschaftsfreiheit arbeitet. Hochschulleben, das man auch im Hochschulgebäude spürt, kann nur bei einer sinnvollen Ausgewogenheit zwischen Direkt- und Fernstudierenden existieren. Ich weiß, dass sind vielleicht „fromme“ Wünsche. Die notwendigen Entscheidungen liegen nicht im akademischen Bereich allein. Ich wünsche allen viel Kraft und Geduld, das Hochschulleben in ihrem Sinne zu gestalten.

Was würden Sie der Deutschen Telekom mit auf den Weg geben?

Das Potential der Hochschule sind topausgebildete Studierende für den Telekommunikationsmarkt. Ein Unternehmen wie die Deutsche Telekom braucht stets gut ausgebildete Fachleute. Dafür sollte das Unternehmen in die Hochschule investieren und der Hochschule den nötigen Freiraum zur Gestaltung des akademischen Lebens geben.

Sind Sie gern gegangen?

Die unscharfe Logik hat für meine Entscheidung den eindeutigen Begriff JEIN. Ich war sehr gern Hochschullehrerin, hatte sehr große Freude an der Arbeit mit den Studierenden. Aber es gibt eben auch ein Leben nach der Hochschularbeit und das genieße ich jetzt.

Beenden Sie bitte folgenden Satz:
„HfTL – Hier beginnt …“
…für viele junge Menschen ein neuer wegweisender Lebensabschnitt mit „Wegweisern“, die auf dem Gebiet der Telekommunikation auch selbst immer Lernende bleiben.

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